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Das Konzept der Neuen Autorität in der Schule STÄRKE statt Macht 4 | 5 Die erklärte Verantwortlichkeit in Bezug auf die Belange der Schüler wird durch ein aktives Angebot sichtbar. Dies veranschaulichen folgende Beispiele: ■■ Einrichtung von Erreichbarkeitszeiten, im Unterrichtsplan verankerte Klassenbesprechungen, allgemeine Erreichbarkeiten ■■ Frühzeitiger Dialog mit Schülern über Beobachtungen, aktive Angebote zu altersentsprechenden Themen ■■ Sitzplan mit Namensliste, Anwesenheit vor dem Unterricht in der Klasse, offenes Ansprechen besonderer Ereignisse einzelner Schüler Die Verantwortlichkeit für die Wiederaufnahme bzw. „Reparatur“ der Beziehung zeigt sich u.a. an folgenden Beispielen: ■■ Bekanntmachung von Vorgehensweisen in Einzelfällen ■■ Aufnahme von Kontakten und Gesprächen mit Schülern, wenn anfängliche Schwierigkeiten beobachtet werden ■■ Nachfragen und Ansprechen bei auftauchenden Problemen und kritischen Beobachtungen ■■ Aufnahme von Kontakten, wenn Schüler nicht in die Schule kommen Die Verantwortlichkeit für die Netzwerkgestaltung zeigt sich u.a. an folgenden Beispielen: ■■ Frühe Kontaktaufnahme bei der Übernahme der Klasse bzw. zu Beginn des Schuljahres zu Eltern ■■ Bekanntmachung von Absprachen mit Schülern an Eltern und umgekehrt ■■ Bekanntmachung von Lehrer-Absprachen an Schülern und Eltern ■■ Einrichtung von speziellen Arbeitskreisen und Gremien innerhalb der Schule, die sich mit der Einschätzung und der Bearbeitung von Konflikten beschäftigen, sichtbar und erreichbar sind ■■ Gemeinsame Präsenz der Lehrkräfte bereits bei Angelegenheiten, bei denen dies nicht zwingend erforderlich wäre. Die „Wachsame Sorge“ ist ein flexibler und präventiver Prozess. Dies beginnt schon bei der Kontaktaufnahme des Schülers und seiner Eltern mit der Schule. Bekannte Probleme können nach Absprache schon zu Beginn des Kontaktes festgelegt werden. Eine fortwährende Erinnerung und Aufmerksamkeit bezüglich dieser Absprache wird ein erneutes Auftauchen von Schwierigkeiten weniger wahrscheinlich machen. Direkte Befragung Unsere Erfahrungen in Schulen zeigen, dass viele Lehrkräfte lange warten, bevor sie handeln. Umso mehr sind die darauf folgenden Klärungsanstrengungen von Zeitnot und schnellem Handeln geprägt. Wir gehen in der zweiten Stufe der „Wachsamen Sorge“ davon aus, dass es in diesem Schritt um Befragen und nicht um ein Überzeugen oder Predigen geht. Eine Befragung stellt die Schüler vor die Herausforderung, eine Antwort geben


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